Heizöl und Kraftstoffe weiter auf hohem Niveau

  1. 31.03.2010 09:37
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Wie Dr. Marco Bargel, der Chefvolkswirt der Deutschen Postbank AG prognostiziert, können die Verbraucher nicht mit einer Entspannung der Preissituation für Heizöl, Benzin und Diesel rechnen. Im Gegenteil: Er geht davon aus, dass die hohen Preise sich bis Jahresende halten werden. Allerdings sieht Bargel keinen Grund zu Annahme von eventuellen Preisabsprachen der Mineralölkonzerne oder zu Spekulationen hinsichtlich einer Angebotsverknappung. Der Chefvolkswirt der Deutschen Postbank sieht keine definitiven Argumente, dass es sich in den letzten Wochen um eine überzogene Preiserhöhung der Preise für Heizöl und Treibstoff handelt. Die Kraftstoffpreise stiegen nach seiner Ansicht in Relation zu den Rohölpreisen.

Beispielsweise wurde beim Rohöl der Sorte Brent eine Verteuerung je Barrel auf über 80 US-Dollar verzeichnet, das somit den höchsten Preis seit Jahresanfang erreichte. Da auf dem Weltmarkt das Rohöl in Dollar gehandelt wird, wirkt sich die jüngste Abwertung des Euro entsprechend auf die Preise für die Verbraucher in den Ländern mit dem Euro als Währung aus.

Treffen die Prognosen zu, dass der Ölpreis sich im Jahresverlauf auf dem aktuellen Niveau einpendelt, müssen die Verbraucher 2010 im Vergleich zum Vorjahr etwa 3 Milliarden Euro mehr für Heizöl, Benzin und Diesel ausgeben. Dies entspricht einer Steigerung von etwa 7 Prozent. Dennoch blieben diese noch immer weit unterhalb den Ausgaben, die die Verbraucher vor Beginn der Wirtschaftskrise für Treibstoff und Heizöl aufwenden mussten. Bargel erklärt, dass dennoch ein deutliches Plus in Bezug auf die Kaufkraft der privaten Haushalte 2010 bleiben wird, auch wenn die Ausgaben für Mineralölprodukte auf hohem Niveau liegen, da für dieses Jahr in Deutschland mit einer Steigerung des verfügbaren Einkommens um etwa 1,8 Prozent gerechnet wird.

Die rückläufigen Preise für Heizöl und Kraftstoffe im letzten Jahr hatten erheblich dazu beigetragen, die Kaufkraft der privaten Haushalte in Deutschland zu stabilisieren. Insgesamt wurden die Bürger in Deutschland im Hinblick auf die Ausgaben für Mineralölprodukte 2009 um etwa 11 Milliarden Euro entlastet. Dies entspricht einem Anteil von etwa 0,7 Prozent am verfügbaren Einkommen in Deutschland. Gleichzeitig waren die Einkommen der Bürger 2009 nur um 0,4 Prozent angestiegen, dies sorgte für einen spürbaren Effekt der Entlastung durch die geringeren Preise für Heizöl und Treibstoffe. 2010 werden die Ausgaben der privaten Haushalte für diese Produkte vermutlich deutlich höher ausfallen.




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