Kraftstoffe fürs Auto aufgrund von Ölspekulationen erheblich teurer

  1. 12.04.2010 13:01
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Finanzinvestoren und deren Spekulationen auf den Ölpreis sorgen für höhere Preise für Diesel und Benzin, die die Autofahrer und die Wirtschaft tragen müssen. Das Resultat einer Studie ergab, dass der momentane Preis für Kraftstoffe etwa 14 Cent höher liegt, als dieser normalerweise ausfallen würde. Schuld daran sind Wetten auf Steigerungen des Ölpreises.

Ein weiteres Ergebnis, das aus der Studie hervorgeht, sind Mehrkosten in Höhe von 5 Milliarden Euro, die jährlich aufgrund der Spekulationen entstehen. Auf den Straßenverkehr fielen weltweit Mehrkosten in Höhe von 267 Milliarden Euro an. Hinzu kommen die generellen Preiserhöhungen zu Feiertagen. Seit Tagen wird gegenüber der Mineralölkonzerne wieder Kritik geübt, da zu Ostern wieder eine deutliche Preissteigerung der Kraftstoffpreise zu verzeichnen war. Die regelmäßigen Erhöhungen der Benzin- und Dieselpreise zu Ferienzeiten, Feiertagen und weiteren Reisewellen werden immer wieder von den Verbraucherschützern und Autoclubs kritisiert.

Im Ölpreis pro Fass, das 159 Liter umfasst, ist aufgrund von kurz- oder langfristigen Wetten aktuell eine Spekulationsprämie von 35 Prozent enthalten. Dies entspricht etwa 30 US-Dollar, wie Energy Comment erklärt. Seit Anfang 2009 hat sich der Ölpreis fast verdoppelt – aktuell liegt der Preis für ein Fass bei 85 US-Dollar – zu Jahresbeginn 2009 lag dieser noch bei 40 US-Dollar. Eine starke Nachfrage kann jedoch nicht ausschlaggebend für die aktuelle Höhe des Ölpreises sein. Schließlich besteht auf den Weltmärkten ein Überangebot und die Lager sind dabei überzuquellen. Daraus wird deutlich, dass in den letzten Jahren eine Entwicklung am Rohölmarkt zu einer Kombination aus Finanzmarkt und Rohstoffmarkt stattgefunden hat.

Aktuell hatten viele Spekulanten auf einen Anstieg der Ölpreise gewettet. Dadurch fällt der Kraftstoffpreis an der Zapfsäule derzeit um 14 Cent höher aus, als dieser eigentlich sein dürfte. Dies geht aus einer Untersuchung der Analyse- und Beratungsgesellschaft Energy Comment hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde. Die Studie wurde von den Grünen im Bundestag beauftragt. Für die Autofahrer bedeuten die Spekulationen Mehrkosten von 136 € auf der Basis von einer Fahrleistung von 13.000 Kilometern pro Jahr und einem Verbrauch pro 100 Kilometer von 7,5 Liter. Bei einer Tankfüllung von 50 Litern ist der Preis um etwa 7 € künstlich überhöht.




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