Die Versteigerung der neuen Mobilfunkfrequenzen mit einem Gesamtvolumen von 360 Megahertz durch die Bundesnetzagentur begann am heutigen Montag um 13 Uhr in einer früheren Kaserne. Das Volumen der Handy-Frequenzen liegt somit in 3-facher Höhe im Vergleich zu der vor 10 Jahren durchgeführten UMTS-Auktion.
Die UMTS-Auktion vor 10 Jahren spülte über 50 Milliarden Euro in die Haushaltskasse des Staates. Bei der Versteigerung der neuen Handy-Frequenzen gehen Experten von weitaus geringeren Einnahmen für den Staat aus. Etwa ein Zehntel der Einnahmen der Versteigerung vor 10 Jahren wird für die heute beginnende Auktion erwartet. Über die Dauer der Aktion gibt es keine Schätzungen. Die teilnehmenden Bieter sind bei dieser Auktion nur T-Mobile, E-Plus, o2 und Vodafone – an der Versteigerung vor 10 Jahren hatten sich 7 Bieter beteiligt.
Die Auktion der neuen Handy-Frequenzen könnte zur Belebung am Mobilfunkmarkt beitragen, an dem aktuell die Telekom und Vodafone Marktführer sind. Wie Matthias Kurtz, der Chef der Bundesnetzagentur mitteilt, können sich durch die neuen Mobilfunkfrequenzen die Marktanteile in Deutschland verändern. Der Anbieter, der als Erster für das mobile Internet mit dem schnellsten und besten Netz aufwarten kann, wird im Anschluss auch die Zahl der Kunden entsprechend erweitern können.
Aktuell werden die neuen Mobilfunkfrequenzen von den Mobilfunkkonzernen noch nicht benötigt – diese sind jedoch notwendig, um für ein neues Zeitalter im Internet und dem mobilen Surfen aufzurüsten. Das mobile Internet wird von immer mehr Verbrauchern genutzt – viele haben unterwegs ihren Laptop oder das Smartphone dabei, um überall mobil ins Internet zu gelangen. Der mobile Datentransfer in Deutschland hat sich allein 2009 verdreifacht. Experten gehen von einer weiteren Beschleunigung des Wachstums in den nächsten Jahren aus.