Adobe reagiert scharf auf die Entscheidung von Apple im Hinblick auf die Begrenzung der Technologien, die den Entwicklern die Möglichkeit bieten, Anwendungen zu programmieren. Wie in den Medien bereits berichtet, wurden die Lizenzbedingungen, die für Entwickler gelten, seitens Apple überarbeitet.
In den neuen Lizenzvereinbarungen des Herstellers von iPad und iPhone wird vorgeschrieben, dass ein Code nur mit den dokumentierten APIs verlinkt werden darf, wenn dieser in C, C++ und Objective-C erstellt wurde. Mit dieser neuen Lizenzbedingung ist es den Entwicklern nicht mehr möglich, auf Werkzeuge, wie den Flash-to-iPhone-Compiler von Adobe, zurück zu greifen, die eine einfache Einbindung von Flash-Spielen zu den Apps für das iPhone bieten. Der Flash-to-iPhone-Compiler zählt zu den wichtigsten Features, die in der aktuellen Version der Adobe Creative Suite 5 enthalten sind.
Auf der Internetseite von Adobe wurden hinsichtlich diese neuen Lizenzbedingungen in einem privaten Blogeintrag von Lee Brimelow als reine Tyrannei bezeichnet und mit einem Schlag ins Gesicht sämtlicher Entwickler verglichen. Wie sauer der Plattform Evangelist Lee Brimelow ist, zeigt sich in der deutlichen Beschimpfung, die übersetzt lautet: "F... dich selbst Apple!"
Steve Jobs, der Chef von Apple, hat die Entscheidung zu diesem Schritt höchstpersönlich via E-Mail begründet. Dieser E-Mail zufolge wurden die Lizenzabkommen geändert, da durch die speziellen Hilfswerkzeuge zu Sub-Standard-Apps führen. Diese wiederum behindern nach Ansicht von Apple die Entwicklung der Plattform. Der Entwickler Greg Slepak äußert beim Zitat der E-Mail des Apple-Chefs Bedenken, dass die Qualität einer Anwendung nicht nur durch das für die Programmierung genutzte Werkzeug beeinflusst wird. Er ist der Ansicht, dass viele Entwickler sich künftig auf andere Plattformen konzentrieren, in denen ihnen in der Programmierung mehr Freiheit geboten wird.