Der Ombudsmann für private Kranken- und Pflegeversicherungen hat im Jahr 2009 insgesamt 5015 Beschwerden entgegengenommen. Dies entspricht einer Steigerung von 15 Prozent. Der Ombudsmann für die privaten Versicherungen soll Streitigkeiten zwischen den Versicherungen und ihren Kunden außergerichtlich schlichten.
Aufgrund von Hochrechnungen, basierend auf den im Januar bis März diesen Jahres eingegangenen Beschwerden, rechnet der Ombudsmann-Mitarbeiter Helmut Müller für 2010 sogar mit einer weiteren Steigerung. Dies teilte er auf einer Tagung des Bundes der Versicherten mit. Man wolle mit diesen Hochrechnungen einen Trend aufzeigen.
Die Beschwerdegründe sind vielfältig und reichen von steigenden PKV-Beiträgen bis zu vermeintlich ungerechter Behandlung der Versicherten durch ihren Anbieter. Die Financial Times Deutschland teilte hierzu folgende Zahlen mit:
Mehr als 80 Prozent der Beschwerden betreffen die Krankenkostenvollversicherung, 10 Prozent die Krankenhaustagegeld- und andere Zusatzversicherungen. Darüber hinaus gab es Beschwerden über die Auslandskrankenversicherung.
Bei dem großen Anteil der Krankenvollversicherung bezogen sich knapp 23 Prozent auf das Nichtakzeptieren notwendiger Behandlungen durch die ‚PKV. Fast 14 Prozent monierten die gestiegenen Versicherungsbeiträge, mehr als 10 Prozent der Beschwerden betrafen Streits um die Allgemeinen Versicherungsbedingungen der jeweiligen Versicherung. Über 9 Prozent betrafen beendete Verträge und mehr als 8 Prozent Probleme wegen Arznei- Heil- und Hilfsmitteln.