Energieverbrauch gestiegen: Investitionen in Energiekraftwerke geplant

  1. 21.04.2010 13:38
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Die deutsche Energiewirtschaft sieht Anzeichen dafür, dass sich die Wirtschaft langsam aber sicher wieder aus der Krise befreit. Im ersten Quartal des Jahres ist der Verbrauch an Erdgas und Strom laut neusten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) insgesamt um knapp 5% angestiegen. Der Stromverbrauch stieg um 3%, Gas um 7%.

Zu Beginn der Messe Hannover erläutert Hildegard Müller von der Geschäftsführung des BDEW: "Gründe für diese Entwicklung sind der längere Winter und ein erfreulicherweise ansteigender Industrieverbrauch in Folge der konjunkturellen Belebung. Die Energiebranche ist trotz der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage ein starker Investitionsmotor in Deutschland."

Über 30 Milliarden Euro an Investitionen flossen in den letzen 3 Jahren in die Energiewirtschaft. Für das Jahr 2010 sind weitere Investitionen von über 13 Milliarden geplant. Müller weiter: "Nur kapitalkräftige Unternehmen sind in der Lage, solche Investitionen trotz einer allgemein schwierigen wirtschaftlichen Lage zu leisten. Dies sollte auch nicht aufgrund einer Regulierungspolitik aufs Spiel gesetzt werden, die den notwendigen Ausbau der Netze vernachlässigt. Trotz einer richtigen und notwendigen Kontrolle durch staatliche Einrichtungen muss den Energieunternehmen auch Raum zum Handeln gelassen werden."

Vor allem in den Bau und die Modernisierung von Kraftwerken sollen die Investitionen fließen. Von den fast 70 Kraftwerken handelt es sich bei 17 um große Regenerativanlagen. Ziel ist es, bis in 7 Jahren eine Kapazität von über 30.000 Megawatt erreichen zu können. Insgesamt sollen fast 45 Milliarden Euro in den Bau und die Instandhaltung und Modernisierung von Kraftwerken zur Energiegewinnung investiert werden. Es befinden sich zurzeit 28 Anlagen zur Erzeugung einer energetischen Gesamtkapazität von fast 15.000 Megawatt in der Errichtung, 8 davon sind Anlagen, die sich der erneuerbaren Energien wie Windkraft, Solar- und Wasserkraft verschrieben haben. Die Bestandsaufnahme des BDEW berücksichtigt ausschließlich Großprojekte über 20 Megawatt. Viele Stadtwerke oder deren Kooperationen planen ebenfalls den Bau von neuen Kraftwerken bzw. die Instandhaltung und Modernisierung der Bestehenden, diese fließen allerdings nicht in den Bericht des BDEW ein.

Investitionen gibt es nicht nur bezüglich der Kraftwerke direkt, sondern auch was die Verteilung der Energie angeht. So sind Projekte in Höhe von 2 Milliarden Investitionsvolumen für den Ausbau und die Erweiterung von Gas- und Stromnetzen geplant. Müller weiter: "Diese und künftig noch viel höhere Investitionen in die Energienetze sind auch die Voraussetzung dafür, dass die erneuerbaren Energien wie geplant ausgebaut werden können. Damit diese Investitionen umgesetzt werden können, brauchen wir schnellere Genehmigungsverfahren und mehr klare Entscheidungen von der Politik."




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