Mit 561.300 neuen Ausbildungsverträgen im Rahmen es dualen Systems ist deren Anzahl in 2009 um 46.300 gegenüber dem Vorjahr gesunken. Das entspricht einem Rückgang um 7,6 %. Das geht aus einer Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervor.
Betroffen vom Rückgang sind besonders die neuen Bundesländer und Berlin. Hier wurden 14.700 Verträge weniger abgeschlossen, was einem Rückgang von 13 % entspricht, während die alten Bundesländer einen Rückgang um 31.600, somit 6,4 %, melden.
Dies ist möglicherweise auf das niedrigere Angebot an Ausbildungsstellen aufgrund der Wirtschaftskrise zurückzuführen. Ein anderer möglicher Grund ist, dass immer mehr Hochschulabsolventen das Studium wählen. Außerdem hat sich die demografische Altersstruktur verändert, somit gibt es in den neuen Bundesländern weniger Jugendliche, die altersmäßig für eine Ausbildung im dualen System infrage kommen.
Fachlich unterteilt gab es den größten Rückgang im Bereich Industrie und Handel mit einem Rückgang von 33.300 Ausbildungsverträgen, somit ein Minus von 9,1 %. Zu diesem Bereich gehören auch Banken und Versicherungen. Der zweitgrößte Ausbildungsbereich Handwerk meldet 11.100 weniger Verträge, also 6,6 %.
Nach vorläufigen Zahlen befanden sich per 31.12.2009 insgesamt etwa 1.573 Millionen in einer Ausbildung im dualen System, ein Rückgang von 40.600 oder 2,5 % im Vergleich zum Vorjahresstichtag. In der Unterteilung nach alten und neuen Bundesländern zeigt sich auch hier der stärkere Rückgang in den neuen Bundesländern um 27.700 bzw. 8,8 % Auszubildende. In den alten Bundesländern fiel der Rückgang mit 12.900 oder 1,0 % geringer aus.