Kaum ein Verbraucher findet sich noch im Preisdschungel der Telefonanbieter zurecht. Wer keine Festnetz-Flatrate hat und den so genannten Call-by-Call-Service der verschiedenen Anbieter nutzt, weiß oft nicht, zu welchem Preis er gerade telefoniert. Dies will der Bundesverband der Verbraucherzentrale (vzbv) nun ändern. Er fordert eine Ansage, die dem Nutzer bei jedem Anruf mitteilt, welchen Preis er je Minute er für das gerade gewählte Gespräch zahlt.
Anlass war ein aktueller Vorfall mit Kunden von PM2. Der Konzern hatte diese Ansage bislang geschaltet, dies dann aber eingestellt. Anschließend wurde eine Preiserhöhung vorgenommen, über die die Nutzer nicht gezielt informiert wurden.
Die PM2-Kunden beklagten sich nun beim vzbv über extrem hohe Rechnungen. Beim Landgericht Darmstadt wurde inzwischen gegen den Konzern eine Unterlassungsklage eingereicht. Nach Aussage des vzbv-Vorstands soll erreicht werden, dass die Anbieter gesetzlich zu einer Preisansage verpflichtet werden, um für den Verbraucher mehr Transparenz zu schaffen. Der vzbv rät den betroffenen Kunden, gegen die Rechnungen Widerspruch einzulegen und sich beim vzbv beraten zu lassen.