Müssen AOK-Versicherte mit Beitragserhöhung rechnen?

  1. 27.04.2010 09:58
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Nachdem im März 2010 bereits einige Krankenkassen einen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erhoben hatten, gibt es nun Berichte, dass Anfang Mai eventuell weitere Krankenkassen nachziehen werden. Der Zusatzbeitrag darf bis zu einem Prozent des Einkommens der Mitglieder betragen – also bis zu 40 Euro monatlich. In den meisten bisherigen Fällen beschränken sich die Krankenkassen aber auf einen monatlichen Satz von acht Euro.

Nach einem Bericht der Rheinischen Post (RP) will die AOK ab Anfang Mai eventuell ab Mai in den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Saarland Zusatzbeiträge erheben. Die AOK Rheinland-Pfalz teilte jedoch mit, dass es noch keinen für die Einführung der Zusatzbeiträge notwendigen Beschluss des Verwaltungsrates gäbe.

Ob Zusatzbeiträge der Krankenkassen wirklich dazu führen, deren schwierige finanziellen Verhältnisse zu verbessern und das Finanzloch der Gesetzlichen Krankenkassen in Höhe von vier Milliarden Euro zu stopfen, ist fraglich, denn wie die Vergangenheit zeigte, müssen diese Krankenkassen mit einer Kündigungswelle rechnen. Bei Beitragsanhebungen haben die Versicherten nämlich ein außerordentliches Kündigungsrecht.

Zwei weitere Krankenkassen, die BKK City und die BKK Heilberufe, sollen nach Angaben der RP vor einer möglichen Insolvenz stehen, wenn der Haushalt nicht ausgeglichen werde. Allein die Ankündigung des Zusatzbeitrages führte bei der BKK Heilberufe dazu, dass fast ein Drittel der Versicherten kündigten oder austraten.





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