Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei bezieht, wollen die japanischen Handy-Hersteller Fujitsu, NEC, Panasonic und Sharp eine Allianz bilden, um auf dem internationalen Handy-Markt erfolgreicher mitmischen zu können.
Durch die Standardisierung ihrer Software-Plattformen für Video und Musik sollen bei jeder neuen Handy-Generation Kosten in Höhe von bis zu 130 Millionen Euro eingespart werden. Bisher kostete die Entwicklung einer neuen Generation zwischen 20 und 30 Milliarden Yen, was 165 bis 247 Millionen Euro entspricht. Diese Kosten könnten nun halbiert werden. Schon im März 2011 sollen die ersten Handy-Modell mit der Einheitssoftware über den japanischen Netzbetreiber NTT Docomo auf den Markt kommen.
Während die Marktanteile der vier Kartell-Mitglieder im Inland gleich bleiben sollen, wollen die Firmen im Ausland gemeinsam expandieren. Insgesamt haben Fujitsu, NEC, Panasonic und Sharp zwar in 2009 immerhin 34 Millionen Handys verkauft, jedoch nur 30 Prozent davon auf dem internationalen Markt. Damit haben sie weltweit einen Marktanteil von lediglich zwei Prozent und liegen damit weit hinter ihren Konkurrenten wie Samsung oder Nokia zurück.