Qualitätsjournalismus im Internet: Fast jeder 2. würde dafür Geld bezahlen

  1. 29.04.2010 12:45
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Ein neuer Trend in der Nutzung des Internets ist erkennbar. Das Institut Aris hat im Auftrag von BITKOM in einer repräsentativen Umfrage 1.000 Deutsche befragt, ob sie für Informationen über das Internet bezahlen würden.

Demnach wären 39 Prozent der Internet-Nutzer bereit, insbesondere für Qualitäts-Journalismus Geld auszugeben, falls sie nicht mehr kostenlos über gute journalistische Berichte verfügen könnten. 22 Prozent würden grundsätzlich für die Nutzung digitaler Fachliteratur auf dem PC oder Handy zahlen, 19 Prozent für Filme. Nur geringfügig weniger, nämlich 18 Prozent würden Musik zum Hören auf dem Handy oder dem PC kaufen. Etwas darunter liegt das Interesse an Unterhaltungsliteratur, hierfür sprachen sich 9 Prozent aus.

Nach Aussage des BITKOM-Präsidenten Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer sind hier nun die Verlage und Portale gefordert, dieses Potenzial zu erschließen, indem sie intelligente Geschäftsmodelle für gute redaktionelle Inhalte aufbauen. In vielen anderen Bereichen wie z. B. wissenschaftlichen Datenbanken und bei Handyklingelton-Anbietern funktioniert die kostenpflichtige Nutzung bereits seit langem. Laut Scheer sollte es durchaus möglich sein, dass sich Verlage z. B. durch das Angebot von Online-Abos, Flatrates oder dem Verkauf einzelner Artikel eine zusätzliche Einnahmequelle durch Qualitätsjournalismus schaffen.

Eine so genannte Kultur-Flatrate, wie sie momentan diskutiert wird, mit der Internet-Angebote finanziert werden sollen, stößt in der Gesamtbevölkerung jedoch nicht auf große Zustimmung. Lediglich 19 Prozent würden sie befürworten, unter den Internet-Nutzern auch nur 26 Prozent. Selbst die Befürworter wären nur zur Zahlung eines Satzes von unter 10 Euro bereit.





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