Infolge der Staatsverschuldung, Bankenkrise und der Kreditzusage gegenüber Griechenland wird die Inflationsrate von aktuell 1 Prozent auf 5 Prozent ansteigen. Davon gehen sowohl Banker, als auch Wirtschaftsexperten aus.
Der Anlagespezialist Chris-Oliver Schickentanz erläutert, dass in den kommenden 5 Jahren eine Teuerungsrate zwischen 3 und 5 Prozent auf uns zukommt, sobald die Wirtschaft sich wieder erholt hat. Die Inflation sei die einzige Möglichkeit, um eine Gegenfinanzierung der hohen Staatsverschuldung zu ermöglichen, so die "Welt online". Bernd Raffelhüschen, der Freiburger Finanzexperte, erwartet ebenfalls eine Teuerungsrate von bis zu 5 Prozent in den kommenden Jahren. Auch er sieht anhand der Staatsverschuldung keine andere Möglichkeit.
Gemäß Erklärungen der Commerzbank wird in Relation zur Regeneration der Wirtschaft entsprechend Kapital aus den Geldmärkten abgezogen – im Zuge dessen wird erwartet, dass die Leitzinsen schrittweise auf 2 Prozent erhöht werden. Seitens der Landesbank Hessen Thüringen wird dieser Schritt der Zentralbanken ab September 2010 in Betracht gezogen.
Doch nicht nur Deutschland droht eine steigende Inflation – auch China legt Kampfmaßnahmen gegen die Inflation fest. In diesem Zuge wurden für den 10. Mai die vorgeschriebenen Mindestreserven für die Banken durch die chinesische Zentralbank ohne Begründung erhöht. Für größere Banken gilt in China dann ein Anteil von 17 Prozent, für kleinere Banken von 14 Prozent. Analysten gehen davon aus, dass dadurch die Geldmenge ohne eine Zinserhöhung begrenzt werden soll. Dadurch könnte die Erholung der Wirtschaft in China gebremst werden.
Dies ist bereits die dritte Erhöhung der Mindestreserven für Banken in diesem Jahr. Dies hat zur Folge, dass die Anleger an der Börse reagieren. In Hong Kong und Südkorea gerieten dadurch die Leitindizes um über ein Prozent ins Minus.