Die Hiobsbotschaften, die von den gesetzlichen Krankenkassen kommen, reißen nicht ab. Der zuständige Schätzerkreis für die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) gab in Berlin offiziell bekannt, dass bei den gesetzlichen Krankenkassen im laufenden Jahr ein Finanzloch von 3 Milliarden Euro klafft.
Auch nachdem die Bundesregierung erst vor kurzem erhebliche Kürzungen bei Medikamenten durchgesetzt hat, was ab August 2010 in Kraft treten soll, wird daran nichts ändern, denn das ist bei der Kalkulation bereits berücksichtigt. Abhilfe kann also nur die Einführung der Zusatzbeiträge oder das Angreifen von Rücklagen schaffen.
Für das Medikamenten-Sparprogramm von Gesundheitsminister Rösler stprach sich auch die zuständige Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung Doris Pfeiffer aus. Dies sei ein erster wichtiger und richtiger Schritt gewesen, dem weitere folgen müssten. Die Gesetzlichen Krankenkassen werde durch das Sparprogramm schätzungsweise 500 Millionen Euro geringere Ausgaben haben. Zusätzliches Geld erhalten die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds. Aufgrund der verbesserten Aussichten auf dem deutschen Arbeitsmarkt wird geschätzt, dass dieser etwa 1 Milliarde Euro höher ausfallen wird, als die Experten bei der letzten Schätzung angenommen hatten.