E-Autos könnten Chance für die neuen Bundesländer sein

  1. 10.05.2010 08:17
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Am letzten Montag sprach sich Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) in Berlin für den Ausbau einer Forschungsinfrastruktur bezüglich Elektromobilität in den neuen Bundesländern Deutschlands aus. Um die Elektrofahrzeuge dem breiten Publikum schmackhaft zu machen, schlägt der Minister vor, Prämien für diese Art Fahrzeuge auszuloben. Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) setzt indes auf die "Attraktivität der Produkte" und lehnt eine Kaufanreizprämie ab. Bereits bestehende Standorte der Automobilproduktion geben grünes Licht für die Markteinführung von Elektro-Autos. Nun soll ein Marktanreizprogramm mit Prämien dazu führen, dass mehr und mehr Menschen sich für E-Autos interessieren und bereit sind, diese zu kaufen.

Machnig setzt auf Forschung und Entwicklung

Machnig erklärt, dass mit Hilfe von Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der umweltfreundlichen E-Mobile Standorte in Deutschland gestärkt werden können. Er sieht eine große Chance für die Schaffung neuer Arbeitsplätze und die Ankurbelung eines ganzen Wirtschaftszweiges und dessen Zulieferbetrieben. "Der Aufbau eines Technologiezentrums Elektromobilität wäre eine Chance für die neuen Länder", so der Wirtschaftsminister. Machnig weiter: "Elektromobilität ist ein industriepolitisches Schlüsselprojekt für Deutschland. Wenn Deutschland auch in Zukunft Spitze sein will, brauchen wir öffentliche und private Investitionen in diese Zukunftsbranche."

Nationale Plattform Elektromobilität

Auf dem Spitzentreffen in Berlin haben sich über 400 Vertreter aus Politik, Wissenschaft und Automobilindustrie versammelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat bei dieser Gelegenheit die "Nationale Plattform Elektromobilität" ins Leben gerufen. Die Entwicklung von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen soll mit Hilfe gemeinsamer Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus Wissenschaft und Industrie nun in Deutschland vorangetrieben werden.

Ehemaliger SAP-Chef leitet E-Car-Plattform

Die "Nationale Plattform Elektromobilität" wird von Hennig Kagermann geführt. Kagermann war zuvor Chef des Softwaregiganten SAP und fühlt sich der Aufgabe gewachsen. Die Plattform besteht aus sieben Arbeitsgruppen, in denen die verschiedenen Bereiche wie z. B. Batterie- und Antriebstechnologie oder Infrastruktur erarbeitet und entwickelt werden sollen. Im Spätsommer 2010 und noch einmal im Frühling 2011 wird der bis dahin erreichte Stand der Entwicklung veröffentlicht.

Ehrgeiziges Ziel

Deutschland soll mit Hilfe der Nationalen Plattform Elektromobilität zum führenden Markt der Elektromobilitätsbranche werden. Ehrgeiziges Ziel: Bis zum Jahr 2020 sollen die Straßen Deutschlands mit mindestens einer Million Elektrofahrzeugen befahren werden.




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