Einen allgemein positiven Trend zeigen die jüngst veröffentlichten Zahlen der Arbeitslosenstatistik auf. Für Bundeskanzlerin Merkel ist dies ein Zeichen dafür dass die Erholung nach der Wirtschaftskrise für alle spürbar sei, und auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen ist der Meinung, dass die Talsohle der Wirtschaftskrise durchschritten ist.
Der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise spricht von einem unerwartet deutlichen Frühjahrsaufschwung. Die Arbeitslosenquote sank von 8,5 Prozent im März 2010 auf 8,1 Prozent im April 2010. In reinen Zahlen ausgedrückt sank die Anzahl der Arbeitslosen um 162.000 auf 3,406 Millionen und die der Jobsuchenden um 178.000.Auch die Zahl der gemeldeten freien Stellen stieg auf 517.000, was einem Anstieg von 22.000 gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht.
Saisonbereinigt ging die Zahl der Arbeitslosen um 58.000 mehr zurück als erwartet. Prognostiziert waren nur 10.000. Im Westen ging die Arbeitslosenquote um 0,3 Prozent auf 6,9 zurück. Hier waren insgesamt 2,329 Millionen Menschen ohne Arbeit, was einem Rückgang von 99.000 entspricht. Im Osten sank die Quote um 0,8 Prozent auf 12,7 Prozent, was einem Rückgang der Arbeitslosen um 63.000 auf insgesamt 1.077 Millionen gleichkommt.
Sorgen bereitet jedoch die Anzahl der Hartz-IV-Emfänger. Der Deutsche Landkreisttag meldet, dass nach vorläufigen Zahlen im April 2010 6,7 Millionen diese staatlichen Leistungen bezogen. Dies ist ein Zuwachs um 2,2 Prozent und der höchste Stand seit August 2008. Besonders erschreckend daran ist die Tatsache, dass von diesen 6,7 Millionen allein 1,7 Millionen Kinder unter 15 Jahren sind. Ihr Anteil innerhalb eines Jahres um 2,1 Prozent.