Einen zunehmenden Behandlungsbedarf in der Bevölkerung und Kostensteigerungen in den Arztpraxen gibt der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Köhler im Vorfeld des am 11.5.2010 beginnenden Deutschen Ärztetages als Gründe für die Forderungen der 150.000 niedergelassenen Kassenärzte nach 9 Prozent mehr Honorar an. Dies würde die Krankenkassen in 2011 2,6 Milliarden kosten.
31 Milliarden Euro werden in 2010 an diese Ärzte gezahlt, und bereits in 2009 waren die Kosten der Krankenkassen für niedergelassene Kassenärzte um 3,5 Milliarden angewachsen. In 2010 wird ein Zuwachs in Höhe von 1,2 Milliarden Euro erwartet.
Die Krankenkassen lehnen die Forderungen der Ärzte ab. Ein Sprecher deren Spitzenverbandes bezeichnete sie als völlig übertrieben, denn Ärzte würden mit einem jährlichen durchschnittlichen Bruttohonorar von 160.000 Euro nicht zu den Geringverdienern zählen.
Die Ärzte in den kommunalen Krankenhäusern wollen für 5 Prozent mehr Gehalt und bessere Bezahlung der Bereitschaftsdienste streiken. Im Vorfeld des Streiks untermauerte der Vorsitzende der Gewerkschaft Marburger Bund Rudolf Henke diese Forderungen. Nach seiner Ansicht sei das Geld, um diese Forderungen zu bezahlen, da.