Cyberkriminalität nimmt in Deutschland zu

  1. 18.05.2010 09:14
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Kriminelle Handlungen finden nicht nur auf unseren Straßen statt. Vielmehr wird das Internet zunehmend ein Ort, in dem sich viel kriminelle Energie entlädt. Die Statistik zeigt, dass diese so genannte Cyberkriminalität auf dem Vormarsch ist.

Zur Cyberkriminalität gehört z. B. die heimliche Einwahl über fremde Internet- und Telefonzugänge, Hackerangriffe, Datenfälschungen oder das Ausspähen von E-Mails. Teuer kann es für den Betroffenen werden, wenn sich Täter durch das so genannte „Phishing“ über gefälschte Internetseiten die Zugangsdaten zu Online-Banking-Kunden erschleichen.

Das Bundeskriminalamt (BKA) teilte anlässlich einer Fachkonferenz zum Thema Cybersicherheit am Mittwoch in Berlin mit , dass die Zahl dieser Delikte von 37.900 in 2008 auf 50.294 in 2009 angestiegen ist. Die Dunkelziffer, so wird vermutet, liegt weit höher. Viele Attacken werden vom Betroffenen gar nicht erst bemerkt; Unternehmen melden solche Angriffe teilweise gar nicht, da sie einen Imageverlust fürchten.

Nach Mitteilung des BKA-Präsidenten Jörg Ziercke verlagert sich die Kriminalität immer mehr aus den klassischen Umfeldern in diese neuartigen Medien und Möglichkeiten.

Dadurch, dass immer mehr Bürger, Ämter und Firmen Computer und Internet nutzen, können die Täter auch immer mehr Menschen erreichen, und das Ausmaß ihrer Angriffe, sofern sie erfolgreich sind, können immer größeren Schaden anrichten.
Waren es früher noch einzelne Hacker, die sich Zugang zu fremden Computern verschafften, operieren heute ganze Netzwerke, die über immer intelligentere Techniken verfügen.

Den größten Anteil der Cyberdelikte nahm nach den Angaben des BKA in 2009 der Computerbetrug mit 46 Prozent ein, eine Zunahme um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An zweiter Stelle standen 2009 die Phishing-Angriffe in Verbindung mit Online-Banking. Hier zählten die Ermittler 2923 Fälle mit einem durchschnittlichen Schaden von 4.000 Euro, was ein rasanter Anstieg im Gegensatz zu 2008 ist, in dem es erst 1778 Fälle gab.




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