Die Bundesregierung arbeitet weiter an Plänen, das Milliardendefizit bei den gesetzlichen Krankenkassen auszugleichen. Für 2010 wird ein Finanzloch von 3,1 Milliarden Euro erwartet, das nach Schätzungen in 2011 sogar auf 15 Milliarden Euro anwachsen soll, wenn nicht gegengesteuert wird.
Drei Milliarden sollen nach Aussage des gesundheitspolitischen Sprechers der CDU Jens Spahn im Bereich Krankenkassen, Kliniken und Apotheken eingespart werden. Es gäbe jedoch noch keine konkreten Pläne. Dazu kommen zwei Milliarden Euro, die das entwickelte Arznei-Sparpaket bringen soll. Gesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) untersucht derzeit weitere Einsparmöglichkeiten. Einem Sprecher des Gesundheitsministeriums zufolge sei er gegenüber einer Nullrunde für Klinik-Ärzte offen.
Kritiker befürchten derweil, dass die Einsparungen, insbesondere die von der FDP angestrebte Kopfpauschale, zu Lasten der Versicherten gehen werden. Es sei zu befürchten, dass die gesetzlichen Krankenkassen nur noch eine Grundversorgung anbieten und weitere Leistungen extra versichert werden müssten.