Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbz) fordert neue Regelungen im Telekommunikationssektor. Zum Beispiel soll die Vertragslaufzeit von Verträgen von zwei auf ein Jahr verkürzt werden. Zwar geben EU-Richtlinien eine maximal zweijährige Vertragslaufzeit vor, nach Aussage von Lina Ehrig vom Verband ist die Ausschöpfung dieser Vorgabe aber in anderen europäischen Ländern im Gegensatz zu Deutschland eher die Ausnahme, während es in Deutschland der Normalfall sei.
Der vzbz möchte die Vertragslaufzeiten gerne auf 12 Monate verkürzen, um dem Verbraucher so einen sinnvollen Vertragswechsel zu ermöglichen. Dass die Hälfte aller beim vzbv eingehenden Beschwerden den Telekommunikationssektor betreffen, sei ein Zeichen dafür, dass die Verbraucher mit den momentan geltenden Regelungen nicht zufrieden seien.
Der vzbv plädiert weiterhin dafür, dass bei einem Umzug keine Neuverträge über Telefon- und Internetdienste abgeschlossen werden müssen. Ein weiterer Punkt sind kostenpflichtige Warteschleifen bei Verbraucher-Hotlines. Diese Anrufe müssten für Kunden der jeweiligen Unternehmen kostenlos sein. Technisch wäre es durchaus möglich, die Warteschleifen der Unternehmen mit der Vorwahl 0800, 0900 und 0180 kostenfrei zu stellen. Nach Angaben der Regierungskoalition in Berlin soll hierzu noch vor der Sommerpause ein Gesetzesvorschlag ausgearbeitet werden, um Verbraucher künftig besser zu schützen.