Facebook war in den letzten Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geraten, weil den Betreibern des Online-Netzwerks vorgeworfen wurde, viel zu lasch mit Kundendaten umzugehen. Politiker und Datenschützer, vor allem aus Europa und den USA, hatten Facebook heftig kritisiert.
Private Einstellungen einfach und sicher verwalten
Daraufhin änderte Facebook mehrfach die Optionen, mit denen die Mitglieder ihre Privaten Einstellungen verwalten konnten. Mal wurde kritisiert, es sei zu einfach, dann war es wieder zu kompliziert. Viele Mitglieder hatten nach diesem Durcheinander frustriert und teils mit großem Protest das Online-Netzwerk verlassen.
Vereinfachung der Regeln
Nun scheint Facebook wiederholt einzulenken und noch einmal die Regeln zu vereinfachen. Facebook-Manager Elliot Schrage erklärt, dass nach der ersten Änderung viele Mitglieder dem Portal den Rücken kehrten, weil sie die Einstellung als zu kompliziert erachteten und nicht damit zurecht kamen. Schrage: "Ich denke, wir müssen einige Schritte zurück in eine andere Richtung gehen."
Ilse Aigner: Wir geben uns nicht mit Kosmetik zufrieden
CSU-Politikerin und Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner kommentiert die Ankündigung skeptisch: "Den Worten müssen auch Taten folgen!" In einem Gespräch mit den Verantwortlichen von Facebook soll vereinbart werden, dass allen Mitgliedern die Möglichkeit gegeben wird, ihre privaten Einstellungen einfach und transparent verwalten zu können. Mit kosmetischen Korrekturen will sich die Ministerin nicht zufrieden geben.
Weit von Benutzerfreundlichkeit entfernt
Schrage sieht ein, dass man sich möglicherweise zu sehr von der Benutzerfreundlichkeit entfernt habe. Es sei schwer, die Balance zu halten, denn auf der einen Seite solle der Datenschutz funktionieren, auf der anderen Seite aber auch klar und verständlich für den Laien sein. Wie die neuen Regeln aussehen sollen ist noch nicht bekannt, auch gibt es keinen konkreten Termin für die Umsetzung.