Vor zu hohen Strompreisen bei neuen Festpreistarifen des Energiekonzerns RWE warnt die Verbraucherzentrale NRW. Der Stromanbieter hat Verbrauchern, die zur Zeit Sonderverträge mit einer Preisgarantie nutzen, bereits lange vor deren Ablauf den Abschluss neuer Verträge mit Preisgarantie angeboten. Doch hier ist Vorsicht geboten, denn die vermeintlich günstigen Preise liegen teilweise über denen anderer Angebote.
Die Verbraucherzentrale kritisiert insbesondere den neu angebotenen RWE-Tarif "Strom 36max", dessen Preise über dem anderer Angebote liege. Der Vorteil an Preisgarantien kristallisiert sich in der Regel erst zum Ende einer Laufzeit heraus, wenn die Preise anderer Anbieter gestiegen sind und die Verbraucher mit dem Festpreis noch immer den bereits länger gültigen Tarif nutzen können. Dadurch, dass der Kunde vorzeitig in einen neuen Vertrag einwilligt, ist dieser Vorteil zunichte gemacht.
Kunden, die bereits von diesem Wechsel Gebrauch gemacht haben, rät die Verbraucherzentrale, von ihrem zweiwöchigen Kündigungsrecht Gebrauch zu machen und sich wieder nach den Konditionen des alten Vertrags bis zu dessen Ende beliefern zu lassen.
Prinzipiell sollten Kunden vor Abschluss eines neuen Vertrags die Tarife verschiedener Anbieter zu vergleichen, denn ein Festpreis ist nicht immer automatisch das günstigste Angebot. Nimmt der Anbieter eine Preiserhöhung vor, haben die Kunden generell ein Sonderkündigungsrecht und können einen anderen Tarif wählen.