In den letzten Monaten hat Google mit seinem neuen Feature "Street View" ganz Deutschland in zwei Lager gespalten. Da gibt es solche, die den neuen Dienst, den es in den USA schon gibt, toll finden und sich über die Einführung auch in Deutschland freuen. Und dann gibt es solche, die sich in ihrer Privatsphäre gestört fühlen. Google hat den besorgten Bürgern daher die Möglichkeit eingeräumt, sein Haus per Antrag unkenntlich machen zu lassen, so dass die Fassade nicht mehr per Street View zu erkennen ist.
CSU-Politikerin und Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner geht davon aus, dass die Widersprüche gegen den Google-Dienst in Massen bei der Google-Zentrale eingehen werden. Sie schätzt die Zahl auf über 10.000 und rechnet sogar in Zukunft mit noch mehr Widersprüchen, nachdem bekannt wurde dass Google während der Aufnahmen der Häuserfassaden und Straßenzüge gleich auch die persönlichen Nutzerdaten aus ungeschützten drahtlosen Netzwerken aufgezeichnet hat. Der Internetgigant übt sich im Schweigen und gibt keine Zahlen bezüglich der Widersprüche gegen Street View an.