Wie das Manager-Magazin berichtet, müssen Privatversicherte auch in diesem Jahr mit weiter steigenden Gesundheitskosten rechnen. Bis zu 6% sollen die Beiträge ansteigen. Das Analysehaus Morgan & Morgan veröffentlichte hierzu gerade eine Marktforschung. Der Geschäftsführer des Marktforschungsunternehmens Martin Zsohar: "Die mangelnde Stabilität der Beiträge ist aktuell das Hauptproblem der privat Versicherten."
Bis zu 5,6% mehr Beitrag für den gleichen Tarif
Der Trend im Bereich der Privaten Krankenversicherung geht steil nach oben. Privat versicherte Frauen mussten seit dem Jahr 2000 durchschnittlich 4,2% mehr Beitrag zahlen, bei den Männern waren es 5,6% mehr. Das bedeutete für Versicherte schlimmstenfalls eine Erhöhung des Jahresbeitrags innerhalb von 10 Jahren von 3.500 Euro.
Beitragsentwicklung vor Vertragsabschluss prüfen
Je nach Tarif und Versicherer ist die Entwicklung der Beitragsprämien sehr unterschiedlich. So sollte jeder beim Auswählen einer neuen privaten Versicherung die Beitragsentwicklung der zurück liegenden Jahre ansehen und einen Anbieter mit stabiler Preispolitik wählen.
Unkalkulierbare Beitragserhöhungen
Besonders älteren Menschen machen unkalkulierbare Beitragserhöhungen schwer zu schaffen. Oft bleibt ihnen nichts anderes übrig, als in einen Tarif zu wechseln der billiger ist, dafür aber auch weit weniger Leistung bringt.
Steigende Kosten für Medikamente und Anwendungen
Als Hauptgrund für die anhaltend steigenden Beiträge in der Privaten Krankenversicherung werden die ebenfalls steigenden Kosten für Arzneimittel und Behandlungen genannt. Durch die vom Gesetzgeber erzwungenen Basistarife, die nun auch in der privaten Versicherungswirtschaft eingeführt werden mussten, wurde das Ansteigen der Beiträge noch verstärkt, so Morgan & Morgan.