Die Nutzung von Solarenergie gewinnt immer mehr an Bedeutung. Die große Herausforderung ist, den Strom von dort, wo er erzeugt wird, zum Verbraucher zu bringen. So wird nach Wegen gesucht, den Strom, den die Wüstensolarstrom-Initiative Desertec in der Sahara erzeugt, nach Europa zu bringen. Bisher dominiert Deutschland dieses Projekt. Nun will Frankreich ein Energiekonsortium namens Transgreen gründen. Dies wurde durch eine Veröffentlichung im "Handelsblatt" bekannt, dass sich auf Informationen aus Industriekreisen bezieht.
Transgreen will ein Stromnetz unter dem Meer bauen, um den in der Sahara erzeugten Strom nach Europa leiten zu können. Die Initiative soll in der nächsten Woche vorgestellt werden. Beteiligt an diesem Projekt soll auch der Siemens-Konzern sein.
Mit Transgreen will Frankreich auf die deutsche Dominanz im Desertec-Konsortium reagieren, sieht sich jedoch nach eigenen Angaben nicht als Konkurrenz sondern als Ergänzung. Seit Beginn des Wüstenstrom-Projektes ist dieses zwar zunehmend internationaler geworden, die deutsche Beteiligung macht aber immer noch eine große Mehrheit aus.
Wie Desertec-Vorstandschef Paul van Son dem "Handelsblatt" mitteilte, sei der Transport des Stroms nach Europa ein Schlüsselelement des Projektes, und Transgreen könne mit seinem Vorstoß dazu beitragen, dass hier bestehende Engpässe überbrückt werden.