Sparpläne der Bundesregierung zu Lasten der Krankenkassen?

  1. 25.05.2010 08:25
  2. Gesetzliche Krankenversicherung
  3. Tarifeverzeichnis

Das Defizit von 3,1Milliarden Euro bei den gesetzlichen Krankenkassen ist ein Problem – das Loch im Bundeshaushalt ein anderes. Somit stellt der Vizechef der Unions-Bundestagsfraktion Michael Fuchs die Frage, ob es sinnvoll ist, den Krankenkassen noch mehr Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt zukommen zu lassen. In 2010 erhalten die Krankenkassen einen Zuschuss vom Bund in Höhe von 15,7 Milliarden Euro. In diesem Betrag ist bereits eine Einmalzahlung in Höhe von 3,9 Milliarden Euro enthalten, so dass für 2011 momentan mit einem Zuschuss von 11,8 Milliarden Euro zu rechnen ist.

Obwohl Experten für 2011 bei den Krankenkassen ein Finanzloch in Höhe von 15 Milliarden Euro erwarten, will der Unions-Fraktionsvize Michael Meister prüfen, ob die vorgesehenen Erhöhungen bei den Zuschüssen des Bundes an die Krankenkassen machbar sind. Dies teilte er in einem Interview der "Rheinischen Post" mit. Werden also nun durch die Suche der Bundesregierung nach möglichen Einsparmaßnahmen die Zuschüsse an die Krankenkassen eingefroren?

In dem Fall würde sich die Frage stellen, wie die Krankenkassen zukünftig ihren Haushalt ausgleichen können. Dies müsste dann durch höhere Beiträge der Versicherten auf der einen Seite und Einsparungen bei den Ausgaben geschehen. Leistungskürzungen bei der medizinischen Versorgung wären die unweigerliche Folge.





14.05.Krankenkassen zur Beitragsrückzahlung aufgefordert
09.05.Krankenkassen müssen nicht jede Spezialbehandlung bezahlen
23.04.DAK-Gesundheit: Abrechnungsbetrug häuft sich
21.03.CDU für Zusammenschluss von privaten und gesetzlichen Krankenkassen
13.03.Krankenkassen lehnen Beitragssenkungen trotz 20-Milliarden-Überschuss ab

23.05.Gesetzliche Krankenversicherung: Finanztest stellt zusätzliche Kassenleistungen auf den Prüfstand
16.05.Auch E-Zigaretten gefährden die Gesundheit
14.05.Krankenkassen zur Beitragsrückzahlung aufgefordert
09.05.Krankenkassen müssen nicht jede Spezialbehandlung bezahlen
02.05.Ärzte warnen vor Schlafstörung mit Atempause