Angesichts eines drohenden Finanzdefizits in Höhe von elf Milliarden Euro 2011 wird weiter nach Lösungen gesucht, diese Lücke zu schließen. Nach einem Bericht des focus hat sich nun auch der den Chef des Bundesversicherungsamts und Verwalter des Gesundheitsfonds Maximilian Gaßner zu Wort gemeldet. In der "Wirtschaftswoche" gab er an, dass der den von einigen Krankenkassen erhobenen Zusatzbeitrag als falschen Weg ansehe. Bei einem Satz von bis zu einem Prozent des Gehalts könne der damit zu erzielende Betrag nicht ausreichen, das Defizit zu schließen.
Für Gaßner soll nicht das Gehalt die einzige Bemessungsgrundlage für den Beitragssatz der Krankenversicherung sein. Er plädiert für die so genannte Kopfpauschale, wie sie die FDP gerne durchsetzen möchte und will somit die zur Zeit geltenden Regelungen für Familienbeiträge abschaffen. Jedoch sollen Kinder und die erziehenden Elternteile weiterhin beim Hauptversicherten weiter kostenlos mitversichert werden. Anders soll es seiner Meinung nach bei vermögenden Ehepartnern werden. Arbeitet ein Ehepartner nur in Teilzeit, weil der andere Ehepartner genug verdient, soll dieses Teilzeiteinkommen mit höheren Beiträgen belegt werden als ein Teilzeitgehalt, von dem ein Versicherter alleine leben muss.
Bei der Kopfpauschale nach Plänen der FDP soll ein einheitlicher Beitragssatz erhoben werden; für Geringverdiener soll es einen Sozialausgleich über Steuermittel geben.