Welche gesundheitlichen Auswirkungen die momentan laufenden Lizenzversteigerungen für neue Frequenzbereiche auf die deutsche Bevölkerung haben wird, diese Frage stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in einer Kleine Anfragen (17/1487) der Bundesregierung und bekamen nun die Antwort (17/1709): Die Strahlenbelastung für die Bevölkerung werde zunehmen. Durch die Versteigerung wird es voraussichtlich zu einem "weiteren Ausbau der Mobilfunknetze" kommen. Es wird aber trotzdem ein Wert erwartet, der ein Minimum des gesetzlichen Grenzwertes ausmachen wird. Da jedoch noch keine genauen Informationen über die Techniken der Betreiber und der neuen Funkanlagen vorliegen, kann jedoch keine genauere Einschätzung über die Höhe der Immissionen durch die Bundesregierung abgegeben werden.
Es wird davon ausgegangen, dass der neue Übertragungsstandard "Long Term Evolution" (LTE) mit dem bisherigen UMTS-Standard verglichen werden kann, da seine Download-Geschwindigkeit bis zu 100 Mal schneller ist als herkömmliches DSL. Genaue Studien zu LTE liegen jedoch noch nicht vor.
In einer Stellungnahme des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) heißt es, LTE grenze an die bisher im Mobilfunk genutzten und im Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramm erforschten Frequenzbänder. Daher würde man keine Unterschiede zu den bisher genutzten Mobilfunkfrequenzen erwarten. Die Bundesregierung zitiert jedoch auch den Hinweis des BfS, dass es noch Bedarf für die Erforschung von möglicher Auswirkungen auf Kinder gäbe.