Nicht nur die Staatsverschuldung wächst, auch die der Privatpersonen und mit ihr auch die Zahl der privaten Insolvenzen. Dies meldet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Nach ihren Angaben meldeten im ersten Quartal 2010 mehr immerhin 34.710 Personen eine Privatinsolvenz an.
Es fällt bei der Statistik auf, dass die westlichen Bundesländer die höchsten Quoten bei den Privatinsolvenzen haben. Die höchste absolute Zahl hat das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 7.395 Insolvenzen. Relativ gesehen, nämlich bei der Pro-Kopf-Berechnung auf 100.000 Einwohner schlägt Bremen mit 83 Insolvenzen hoch zu Buche, was nahezu der doppelte Wert des Bundesdurchschnitts von 42 Insolvenzen ist. Die niedrigsten Werte melden Bayern und Thüringen mit je 32 gemeldeten Fällen. Über dem Bundesdurchschnitt liegen auch Hamburg mit 52, Schleswig-Holstein mit 54, das Saarland mit 55 und Niedersachsen mit 58 privaten Insolvenzen je 100.000 Einwohnern. Damit sind hier alle norddeutschen Bundesländer der alten Republik vertreten.
Bei der Aufteilung nach Altersgruppen liegt die Gruppe der 18 bis 25-Jährigen besonders hoch, nämlich bei 72 Prozent. In diesem Alterbereich liegen die Frauen mit einem Anteil von 53 Prozent leicht vor den Männern. Insgesamt sind Frauen aber weniger von privaten Insolvenzen betroffen, ihr Anteil liegt bei 41 Prozent. Männer machen also mit 20.497 Fällen den Hauptanteil aus.