Die 736 EU-Abgeordneten in Brüssel gehen mit der Zeit. Wie die Times nach Informanten aus der Parlamentsverwaltung berichtet, sollen alle Abgeordneten mit einem iPad versorgt werden. Da die Tablet-PCs vornehmlich dienstlich genutzt werden sollen, werden sie aus Steuergeldern finanziert. Die Times berichtet weiter über ein so genanntes "IT Mobility Project", der ein Finanztopf mit mehr als fünf Millionen Euro darstellt und der speziell für die IT-Infrastruktur der Abgeordneten zur Verfügung stünde. Aus diesem sollen die iPads bezahlt werden.
Die vor kurzem erst angeschafften HP-Laptops zur besseren Vernetzung der Europa-Parlamentarier seien einigen Abgeordneten im Vergleich mit dem iPad zu sperrig. Auch hätten die meisten Abgeordneten einem Informanten der Times zufolge bereits gute Erfahrungen mit Apple-Produkten gemacht, da sie bereits ein iPhone nutzten.
Hinter den Plänen soll der deutsche Generalsekretär des EU-Parlaments Klaus Welle stecken, der selber begeistertet iPhone-Nutzer ist. Gegen die Anschaffung der iPads spricht sich die britische EU-Abgeordnete Marta Andreasen aus, die auch Mitglied im Haushaltsausschuss ist. Sie hält die Anschaffung in den momentan schwierigen Zeiten für die europäischen Steuerzahler für unnötig, auch wenn die Befürworter der Meinung sind, dass mit den iPads sogar Kosten gesenkt werden könnten, da die Abgeordneten damit immer erreichbar und die iPads nicht teuer seien.
Dementiert wurde die Nachricht über die Anschaffung der iPads jedoch auf Nachfrage der Times von einer Parlamentssprecherin. Ihr seien solche Pläne bislang nicht bekannt.