Frauen verdienen immer noch weniger als Männer

  1. 01.06.2010 10:17
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Das Statistische Bundesamt gab aktuell die Bruttoverdienste von Männern und Frauen im Jahre 2009 bekannt. Durchschnittlich wurde bei den weiblichen Beschäftigten ein Stundenlohn von 14, 90 Euro erzielt, was ein Wachstum um 2,7 Prozent bedeutet. Bei Männern stieg der Verdienst um 2,6 Prozent auf 19,40 Euro an. Das ergibt einen Gender Pay Gap von 23 Prozent. Es hat sich also zu den vergangenen Jahren nichts verändert.

Betrachtet man die alten Bundesländer, liegt hier der geschlechtsspezifische Unterschied bei den Bruttolöhnen bei 25 Prozent, in den alten Bundesländern war der Unterschied nicht so gravierend, sondern lag bei 6 Prozent.

Als Grund für den unveränderten Pay Gap wird zum einen angeführt, dass mehr Frauen als Männer einer Teilzeitbeschäftigung nachgehen und diese Teilzeitbeschäftigungen in der Regel von der Bezahlung her schlechter gestellt sind als Vollzeitarbeitsplätze. Darüber hinaus sind immer noch sehr wenige Frauen in gut bezahlten Führungspositionen zu finden..

Der Gender Pay Gap wird nach einer Methode erfasst, die in der gesamten EU einheitlich ist. Bei der Berechnung wird der sogenannte unbereinigte Verdienstunterschied zu Grunde gelegt. Unterschiede in den Berufsgruppen oder verschiedene Bildungsabschlüsse finden bei den Berechnungen keine Berücksichtigung. Der unbereinigte Gender Pay Gap stellt sicher, dass auch die Unterschiede des Bruttolohns erfasst werden, die durch unterschiedliche Chancen auf zum Beispiel leitende Positionen erklärbar sind. Es geht beim Gender Pay Gap also nicht darum, Unterschiede der Bezahlung in denselben Berufsgruppen herauszustellen, sondern die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Ganzen zu erfassen.





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