Der Hightech-Branchenverbandes BITKOM rechnet für 2010 mit einem deutschlandweiten Verkauf von 500.000 Tablet-PCs. Diese flachen Computer sind bereits seit ein paar Jahren auf dem Markt, im Vorjahr lag die Verkaufsstückzahl noch bei 20.000 Stück. Der Hauptgeschäftsführer BITKOMs Bernhard Rohleder spricht von einem sprunghaften Anstieg des Umsatzes auf 300 Millionen Euro.
Für eine repräsentative Umfrage befragten die Meinungsforscher von Forsa 1003 zufällig ausgewählte Personen per Telefon. Das Ergebnis floss in den aktuellen BITKOM-Webmonitor ein. Dieser rechnet hoch, dass drei Millionen Deutsche den Kauf eines Tablet-PCs erwägen. Für Roleder zeigt dies das große Interesse der Verbraucher. Das größte potenzielle Klientel stellen Schüler und Studenten dar. Von ihnen plant nach diesen Angaben jeder zwölfte, sich einen Tablet-PC zuzulegen. In der Altersgruppe der Unter-20-Jährigen ist es sogar jeder Neunte. Der Hochrechnung zufolge zeigen aber auch 630.000 Personen aus der Altersgruppe der über-65-Jährigen Interesse, was einem Anteil von drei Prozent entspricht.
Wer wird in erster Linie von diesem Boom profitieren? Die Marktforscher des Bonner Instituts Infas haben festgestellt, dass der iPad-Herausgeber Apple der große Gewinner sein wird. Das gute Marketing aus Kalifornien hat also seine Wirkung erzielt. Bereits lange vor dem Verkaufsstart in Deutschland können 73 Prozent der Deutschen mit dem Begriff iPad etwas anfangen, und sechs Prozent erwägen, es zu kaufen. Somit könnte Apple mittelfristig in Deutschland 3 Millionen iPads verkaufen. Sogar unter den 20 Prozent der Deutschen, die kein Internet nutzen, kennt mehr als die Hälfte das iPad.
Apple knüpft mit seinem iPad also bereits vor dem Verkaufsstart an den Erfolg seines iPhones an, das seit über zwei Jahren in Deutschland verkauft wird. Dies brachte es in derselben Studie auf einen Bekanntheitsgrad von 80 Prozent. Hier besaßen etwa drei Prozent der Befragten bereits ein iPhone und weitere 10 Prozent gaben an, sich eins zulegen zu wollen.