Der von vielen Tablet-PC-Interessierten sehnsüchtig erwartete Tag war da, und wie erwartet gab es zum deutschen Verkaufsstart des iPads einen großen Andrang in den Apple-Stores. Bereits vor dem Öffnen der Läden in Hamburg und Frankfurt versammelten sich Hunderte von iPad-Fans vor den Geschäften. Einige hatten nach Angaben der Polizei bereits die halben Nacht ausgeharrt, um eins der begehrten Geräte zu erhaschen. Wegen des besonderen Ereignisses öffneten die Apple-Stores in München, Hamburg und Frankfurt bereits um 8.00 Uhr. Für die breite Masse sind die iPads voraussichtlich ab dem 7. Juni überall zu erhalten.
Bereits jetzt wird angenommen, dass das iPad die Verkaufszahlen von Tablet-PCs, die es an sich bereits seit Jahren auf dem Markt gibt, sprungartig wird ansteigen lassen. In den USA hatte Apple die Marke von einer Million verkaufter iPads bereits innerhalb eines Monats geknackt. Die hohe Nachfrage dort hatte zu internationalen Lieferschwierigkeiten geführt. Daher war der Verkaufsstart in Europa um einen Monat verschoben worden, und die Einführung für die breite Masse in Deutschland noch mal um eine Woche.
Anders als herkömmliche Computer haben Tablet-PCs keine herkömmliche Tastatur, sie werden vom Benutzer über den berührungsempfindlichen Bildschirm gesteuert. Das iPad ist in insgesamt sechs Versionen erhältlich, deren Preise in Deutschland zwischen 499 und 799 Euro brutto liegen.
Da das iPad besonders auf Kommunikation über das Internet und den Konsum von Medien wie Filme, Bilder und eBooks ausgelegt ist, hofft insbesondere die Medienbranche auf Zuwachs für ihr digitales Geschäft. So wollen in Deutschland z. B. der "Spiegel" und der Springer-Konzern Inhalte für die Nutzung über das iPad bereitstellen.