Strom- und Gas-Handel soll transparenter werden

  1. 07.06.2010 13:09
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Die EU will künftig dem Missbrauch beim Handel mit Strom und Gas vorbeugen. Zur Zeit ist dieser Spothandel kaum reguliert und unterliegt der Finanzaufsicht nicht. Nach Aussage des Vizepräsidenten der Europäischen Regulierergruppe für Strom und Gas (ERGEG) Walter Boltz gegenüber der Financial Times Deutschland gibt es derzeit eine Menge Möglichkeiten des Missbrauchs an den Börsen. So könnten z.B. Insiderinformationen wie die Abschaltung eines Kraftwerkes durch einen Betreiber legal genutzt werden, um im Vorfeld entsprechend an den Börsen zu reagieren. Boltz vermutet, dass solche Manipulationen insbesondere in den kleineren EU-Staaten ausgenutzt werden und will diesen Zustand beenden.

EU-Energiekommissar Günther Oettinger drückt es gegenüber der Zeitung weniger drastisch aus. Ihm ginge es vielmehr um Integrität und Transparenz. Er plant noch für 2010, sektorspezifische Regelungen für den Energiehandel unter europäischer Aufsicht vorzuschlagen. Über die Gestaltung dieser Aufsicht, will die EU-Kommission mit den Marktteilnehmern und Regulierern in einer öffentlichen Konsultation abstimmen.

Strom wird zum größten Teil abseits der großen Börsen gehandelt, etwa an der skandinavischen Nord Pool oder an der EEX in Leipzig.





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