Die Sparmaßnahmen im Bundeshaushalt sollen nun auch die Bezieher von Wohngeld zu spüren bekommen. Erst im Januar 2009 wurde der Heizkostenzuschuss eingeführt. Dieser wird nun wieder gestrichen. Begründen kann man das nicht mit sinkenden Heizkosten, denn wie der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB) Lukas Siebenkotten anführt, liegt der Preis für Heizöl derzeit 34 Prozent über dem Wert bei der Einführung des Zuschusses. Er hält die Streichung des Zuschusses für falsch, da besonders die einkommensschwachen Haushalte betroffen sind – insbesondere Rentner. Erstaunt sei man beim Mieterbund, dass gerade im Bauministerium, das von der CSU geführt werde, die Kürzung bei Geringverdienern und Rentnern angestrebt werde.
Im Zuge der Wohngeldreform wurden für 2009 erstmals Heizkosten bei der Berechnung des Wohngelds berücksichtigt. Das Wohngeld wird an einkommensschwache Haushalte gezahlt, die keine Leistungen nach dem so genannten Hartz-IV-Gesetz erhalten. Die Höhe der Zahlungen ist derzeit abhängig von der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen. So erhält eine Einzelperson 24 Euro und Zwei-Personen-Haushalte 31 Euro. Für jedes weitere Haushaltsmitglied erhöht sich der Betrag um 6 Euro monatlich.