Weitere Stimmen melden sich als Reaktion auf die geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung. So bezeichnet der Präsident des Deutschen Caritasverbandes (DCV), Peter Neher die Streichung der Rentenversicherungsbeiträge für Arbeitslose als nicht akzeptabel. Diese Fehlzeiten erhöhten das Risiko der Altersarmut derer, die von dieser Streichung betroffen sind. Probleme würden damit nicht gelöst sondern nur verschoben.
Weiter meint Neher, dass Sparmaßnahmen in der Öffentlichkeit nur akzeptiert werden würden, wenn sie nicht zu Lasten der Langzeitarbeitslosen gingen. Die Förderung sollte fortgesetzt werden, so dass weiterhin jeder junge Mensch einen Schulabschluss nachholen könne. Nach seiner Meinung müssten Arbeitslose sicher sein können, dass sie bei der Suche nach Arbeit weiterhin bestmöglich von einer Behörde unterstützt werden. Wäre dies nicht mehr gewähleistet, würde es Menschen, die auch jetzt schon das Gefühl hätten, überflüssig zu sein, mental noch mehr belasten.
Auch die Streichung des Elterngeldes für Hartz IV-Empfänger würde gerade die treffen, die Geld für den Aufbau einer neuen Lebensphase bräuchten. Zwar sieht Neher die Notwendigkeit für Einsparungen, man solle aber die Belastungsfähigkeit einzelner Gruppen nicht aus den Augen verlieren.