DAK erwirtschaftet im 1. Quartal 2010 30 Mio. Euro Überschuss

  1. 10.06.2010 09:26
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Gegen Gerüchte, dass der Deutsche Angestellten Krankenkasse (DAK) eine Insolvenz drohe, wehrt sich deren Sprecher Jörg Bodanowitz. Auch der Ersatzkassen (vdek) erklärte, dass dieser Aussage jegliche Grundlage fehle. Bodanowitz vermutet, dass diese falschen Informationen von Mitbewerbern gestreut wurden, um der drittgrößten Krankenkasse Deutschlands Schaden zuzufügen.

Richtig ist, dass die DAK im Februar als eine der ersten gesetzlichen Krankenkassen einen Zusatzbeitrag in Höhe von 8 Euro von seinen 4,8 Mitgliedern erhebt. In 2009 wies die DAK ein Finanzdefizit in Höhe von 223 Millionen Euro aus. Bereits im ersten Quartal 2010 wurde jedoch ein Überschuss von mehr als 30 Millionen Euro erwirtschaftet.

Das widerspricht einem Bericht der Financial Times Deutschland die sich auf Angaben von Wettbewerbern stütz. Laut diesem Bericht wurde von einem Defizit der DAK für 2010 in Höhe von 200 Millionen Euro und für 2011 gar in Höhe von 800 Millionen Euro berichtet. Aufgrund dieser von den Mitbewerbern erwarteten Zahlen hätten diese bereits Spekulationen angestellt, was bei einer Pleite der DAK passieren würde, wenn die anderen Krankenkassen diese auffangen müssten.

Auch die in Branchenkreisen kursierenden Schätzungen von 140.000 bis 200.000 Mitgliedern, die aufgrund des eingeführten Zusatzbeitrags die DAK verlassen hätten, tragen nicht zu einem positiven Bild der Situation der DAK bei.

Der Verbandschef der vdeK Thomas Ballast teilte jedoch mit, dass es keine Anzeichen für eine drohende Pleite der DAK gäbe. Zwar würde die Gemeinschaft der Ersatzkassen an einem Frühwarnsystem zur Erkennung und Vermeidung von Haftungsfällen. Dies hätte jedoch nichts Problemen einer einzelnen Kasse zu tun.





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