Mit der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen sollten auch ländliche Gegenden besser mit Breitband-Internet versorgt werden und so genannte „weiße Flecken“ von der Landkarte verschwinden, in denen wegen fehlendem DSL kein schnelles Internet möglich ist. Schon wenige Wochen nach Ende der Versteigerung wird die Deutsche Telekom dahingehend aktiv: Sie startet den Ausbau ihres Netzes mit der Mobilfunktechnologie Long Term Evolution (LTE).
Der Aufbau des LTE-Netzes beginnt in den neuen Bundesländern. Bis zum Jahresende sollen über 1.000 Orte, die bis jetzt keinen Zugriff auf das schnelle Internet haben, mit Breitband versorgt werden. Die Hälfte davon via LTE, die andere Hälfte mit den herkömmlichen Techniken wie UMTS oder DSL. In Kyritz und Ziesar im Bundesland Brandenburg sollen die ersten LTE-Basisstationen eingerichtet werden.
Die Auflagen der Bundesnetzagentur besagen, dass bis 2016 90 Prozent der weißen Flecken an die schnelle Breitband-Infrastruktur angeschlossen werden sollen. Die Deutsche Telekom rechnet damit, dass sie dieses Ziel bereits vor Ablauf der Frist erfüllen wird. Der Vorstandsvorsitzende der Telekom René Obermann spricht von einem wichtigen Beitrag, die digitale Spaltung zu überwinden.
Mit einer Zunahme des Datenverkehrs im Mobilfunk um den Faktor 60 innerhalb weniger Jahre rechnen bereits verschiedene Studien.