Vollzeitbeschäftigung: Rückgang lässt im ersten Quartal 2010 nach

  1. 18.06.2010 13:37
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Zum ersten Mal seit Beginn der Wirtschaftskrise ließ der Rückgang der Vollzeitbeschäftigten im ersten Quartal 2010 nach. Im Vergleich zum ersten Quartal 2009 ging die Zahl der Vollzeitbeschäftigten um rund 318.000 zurück. Dies entspricht 1,4 Prozent nach dem Bericht des IAB, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Im Vorjahresvergleich des dritten und vierten Quartals 2009 lag der Rückgang noch bei 1,7 Prozent.

Die Ausmaße der Wirtschaftskrise waren 2009 durch Kurzarbeit und flexible Arbeitszeiten eingedämmt worden. Dass nun wieder länger gearbeitet wird, zeigt den Beginn der wirtschaftlichen Belebung, wie die Arbeitsmarktforscher der IAB, Susanne Wanger und Eugen Spitznagel erläutern. Mittlerweile werden sogar wieder bezahlte Überstunden gemacht, da der Abbau der Arbeitszeitkontenguthaben langsam ausläuft.

Wöchentlich wurden im ersten Quartal 2010 ca. 0,8 bezahlte Überstunden geleistet. Dies sind etwa 0,15 Stunden mehr im Vergleich zum Vorjahresquartal. Gemäß den bisherigen Erfahrungen kommen in derselben Größenordnung unbezahlte Überstunden hinzu. Gleichzeitig erhöhte sich die für den Betrieb übliche oder tariflich geregelte Arbeitszeit für Vollzeitbeschäftigte mit 38,14 Stunden pro Woche im ersten Quartal 2010.

Im Vergleich zum dritten Quartal 2009 mit rund 1,12 Millionen Kurzarbeitern pro Monat und zum vierten Quartal 2009 mit rund 984.000 Kurzarbeitern pro Monat ging auch diese Zahl im ersten Quartal 2010 zurück auf 933.000 Kurzarbeiter im monatlichen Durchschnitt. Des Weiteren erhöhte sich das Stundenvolumen in der Kurzarbeit, da pro Kurzarbeiter die Stundenzahl höher ausfiel als zuvor.

Im Vergleich zu den von der Wirtschaftskrise weniger betroffenen Bereiche der privaten, sozialen und öffentlichen Dienstleistungen ist die Vollzeitbeschäftigung in der Industrie deutlich höher ausgeprägt. Die Zahl der Teilzeitbeschäftigten ist zwar weiter steigend, doch nicht mehr in dem Maße wie 2009. Im ersten Quartal 2010 lag die Quote im Vorjahresquartalsvergleich bei 1,7 % - beim 3. und 4. Quartal 2009 lag diese noch bei 2,6 bzw. 2,1 Prozent.

Das Arbeitsvolumen der Gesamtwirtschaft legte im ersten Quartal 2010 um 1,0 % zu. Erstmals seit 18 Monaten erhöhte sich zudem die Produktivität um 0,7 % im Vorjahresvergleich, da die Produktion der Gesamtwirtschaft im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 1,7 % verzeichnete.

Insgesamt lag die Arbeitsleistung der Erwerbstätigen im ersten Quartal 2010 bei 358,5 Arbeitsstunden. Dies entspricht eine Steigerung von 1,3 % oder 4,5 Stunden im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahresdurchschnitt 2009 lag die Arbeitszeit im Schnitt um 10 Stunden niedriger pro Quartal. Bei der Krankenstandsquote konnte seit Mitte 2009 ein leichter Anstieg verzeichnet werden. Diese lag mit etwa 3,8 % etwas höher als im ersten Quartal 2009, als diese bei 3,4 % lag.




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