Insgesamt sind rund 172.000 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in der Bundeshauptstadt auf Unterstützung gemäß SGB II angewiesen. Dies bedeutet, dass jeder dritte Jugendliche unter 18 in Berlin zum Leben Leistungen aus Hartz IV beanspruchen muss. Besonders betroffen sind die Stadtteile Berlin Mitte und Neukölln mit rund 20.000 jugendlichen Hartz IV Empfängern. Im Stadtteil Steglitz-Zehlendorf ist der Anteil am geringsten – in diesem reichen Stadtteil sind rund 7.000 Jugendliche auf Hartz IV angewiesen.
Die meisten der Jugendlichen und Kinder wachsen in so genannten Bedarfsgemeinschaften auf. Nach Angaben von Rainer-Maria Fritsch, dem Sozialstaatssekretär im Senat ist der Anteil der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren, die in Haushalten mit Müttern oder Vätern wohnen, die alleinerziehend sind, auf überdurchschnittlichem Niveau.
Auch im Gesamtanteil lebt in Berlin der höchste Anteil der Bevölkerung von Hartz IV. Von den rund 6,5 Millionen Einwohnern der Bundeshauptstadt, sind ca. 16.9 Prozent Leistungsempfänger von Hartz IV.