Intelligenz und Begabung werden einem Menschen zunächst einmal in größerem oder kleinerem Umfang in die Wiege gelegt. In welchem Maße diese dann weiterentwickelt und gefördert werden können, liegt jedoch nicht selten am Geldbeutel der Eltern. Denn Bildung kostet. Damit nun auch begabte und intelligente Kinder aus sozial schwächeren Familien besser gefördert werden können, warb Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) vor dem Bundestag für eine BAföG-Erhöhung und ein bundesweites Stipendienprogramm. Die Bundesregierung will künftig 10 Prozent mehr für Forschung und Bildung ausgeben.
Im Zuge der notwendigen Sparmaßnahmen der Regierung hatte Kanzlerin Merkel bereits den Sparplänen in diesem Bereich eine Absage erteilt. Schavan sagte vor den Bundestagsabgeordneten, dass durch die Ausweitung des BaföG 50.000 bis 60.000 Studenten mehr als bisher von dieser Förderung profitieren können. Es soll verhindert werden, dass die Entscheidung über die Aufnahme eines Studiums allein vom Budget des Elternhauses des möglichen Studenten abhängt.
So soll nun zum 1. Oktober 2010 der BaföG-Satz um zwei Prozent erhöht werden, der Höchstbetrag damit auf 670 Euro steigen, was durchschnittlich 13 Euro mehr wären als jetzt. Durch die Anhebung der Einkommensfreibeträge um drei Prozent kommen damit auch mehr Studenten in den Genuss der Fördergelder. Für die Länder kommt dadurch eine zusätzliche Belastung in Höhe von 530 Millionen Euro zu. Diese fordern nun, dass sie vom Bund mit zusätzlichen Mitteln aus der Umsatzsteuer unterstützt werden.
Hochbegabte sollen monatlich mit 300 Euro gefördert werden. Diesen Betrag sollen je zur Hälfte vom Bund und von den Hochschulen in Form von privaten Sponsoren getragen werden. Der Bundestag hat bereits beiden Programmen zugestimmt, sie müssen nun jedoch noch den Bundesrat passieren.