Der Vertrag zwischen dem Verband der Privaten Krankenversicherung, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BzgA und der Deutschen AIDS-Stiftung zur Aidsprävention wurde am vergangenen Freitag um 5 Jahre verlängert. Der Vertrag beinhaltet ein Budget zur Aidsprävention in Höhe von 3,5 Millionen Euro pro Jahr. Dies bedeutet, dass sich die privaten Krankenkassen in den nächsten 5 Jahren finanziell mit einem Budget 17,5 Millionen Euro für die Aidsprävention einsetzen wollen.
Volker Leienbach, der zuständige Direktor der Privaten Krankenversicherungen, erklärt, dass diese öffentlich-private Kooperation mit der PKV bereits seit 2005 existiert. Beobachtungen zufolge konnte dem Anstieg der Neuinfektionen, der bis 2007 verzeichnet wurde, in Deutschland vorerst mit Erfolg Einhalt geboten werden. Innerhalb Europas kann Deutschland zusammen mit Finnland die niedrigsten Zahlen der Neuinfektionen mit dem HIV-Virus aufweisen.
Die aktuelle Kampagne zur Aidsprävention der BzgA läuft seit Mai und soll bis Oktober fortgesetzt werden. Im Rahmen der Aufklärungskampagne ruft unter anderem auch Philipp Lahm, der Kapitän unserer Fußballnationalmannschaft zu Schutzmaßnahmen gegen eine Ansteckung mit dem HIV-Virus auf. Das Motto der Kampagne lautet "Liebesorte" - damit sollen unterschiedliche Zielgruppen über verschiedene Medien erreicht werden. Verschiedene Anzeigen, Fernseh- und Kinospots sollen zur Aufklärung und Aidsprävention beitragen.
Volker Leienbach macht zudem deutlich, dass die Aidsprävention auch in Zukunft eine wichtige und kontinuierliche Aufgabe in der PKV einnehmen wird, um das Leid durch eine Infektion mit der unheilbaren Krankheit AIDS zu verhindern. Doch nicht nur die gesellschaftlichen Aspekte nehmen eine hohe Priorität bei den Privaten Krankenversicherungen ein. Vielmehr kann durch die Aidsprävention dazu beigetragen werden, die immensen Kosten für eine HIV-Therapie zu vermeiden. Diese liegen immerhin bei rund 500.000 € für jede HIV-Therapie.