GfK meldet stabiles Konsumklima in Deutschland

  1. 24.06.2010 12:57
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Die Meldungen bezüglich der Konjunktur und des Arbeitsmarktes sind positiv, aber die Verbraucher werden durch die zusätzliche finanzielle Belastung durch das von der Bundesregierung geplanten Sparpakets verunsichert. Das Ergebnis der GfK-Konsumklimastudie für Juni 2010 besagt jedoch, dass das deutsche Konsumklima aktuell wieder stabil ist und die Konsumneigung sogar zunimmt.

Der Indikator für die Konjunkturerwartung ist mit 5,5 Zählern um 1,6 Punkte höher als im Vormonat und sogar 28 Punkte höher als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Besonders die positiven Meldungen vom Arbeitsmarkt, aber auch die Fußball-Weltmeisterschaft tragen hierzu bei. Die Anschaffungsneigung hat mit 30,4 Zählern den höchsten Wert seit September 2009.

Durch den niedrigen Euro-Kurs hat das Exportgeschäft wieder angezogen. In der Studie des GfK Vereins mit dem Namen "Challenges of Europe" wird die Sorge um die wirtschaftliche Entwicklung dieses Jahres von 26 Prozent genannt und ist damit um 10 Prozent gesunken.

Das ifo-Institut meldet, dass auch die deutsche Wirtschaft die Lage im Moment positiver einschätzt als im Vormonat, die Folgemonate schlechter sieht, insgesamt aber auf eine weitere Konjunkturerholung setzt.

Weiterhin negativ ist die Einkommenserwartung durch die Bürger. Der Einkommensindikator liegt mit 8,2 Punkten zwar um 11,5 Zähler über dem Wert des Vorjahres, hat aber nach einem Verlust im Mai im Juni nochmals 15,5 Punkte verloren. Das von der Regierung angestrebte Sparpaket und die geforderte Kopfpauschale im Gesundheitswesen tragen hier einen wesentlichen Anteil.

Für den Juli wird ein Anstieg des Gesamtindikators wie auch im Juni um 3,5 Punkte erwartet. Es bleibt abzuwarten, ob die positive Konjunktur- und Arbeitsmarktentwicklung weiter an Bedeutung gewinnen. Nach den Diskussionen um die Stabilität des Euros und die Staatsschulden müssen nun seitens der Politik Taten folgen, um ein Signal an die Konsumenten und Unternehmen zu geben.

Zur Studie:
Die Ergebnisse sind ein Auszug aus der Studie "GfK-Konsumklima MAXX" und basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden. In diesem Report werden die Indikatoren grafisch aufbereitet, prognostiziert und ausführlich kommentiert. Darüber hinaus finden sich darin auch Informationen über die Ausgabevorhaben der Verbraucher für 20 Bereiche der Gebrauchsgüter-, Verbrauchsgüter- und Dienstleistungsmärkte. Die GfK-Konsumklimastudie wird seit 1980 erhoben.




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