Die FDP-Bundestagsfraktion plant eine härtere Kürzung des Elterngeldes als dies im Rahmen des Sparpakets der Bundesregierung bereits beinhaltet ist. Eheleute, die nicht berufstätig waren, sollen kein Elterngeld erhalten, wenn es nach den Haushalts- und Familienpolitikern der FDP in der Koalition geht.
Damit soll das Elterngeld nur denjenigen zustehen, die zuvor in einem Beruf tätig waren oder bereits wegen einer früheren Geburt ihre berufliche Tätigkeit unterbrechen mussten, wie Otto Fricke, der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundesfraktion der FDP gegenüber der Rheinischen Post erläutert.
Nach Angaben von Miriam Gruß, der familienpolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion, darf das Elterngeld im Rahmen der Definition als reine Lohnersatzleistung auch nur an Bürger ausbezahlt werden, die zuvor in einem Beruf tätig waren. Zugleich müsse eine Prüfung seitens der Koalition angestrebt werden, ob eine richtige Verteilung der Leistungen aus der Familienpolitik gegeben sei.
Die Streichung des Elterngelds für Nicht-Berufstätige ist somit als Reaktion auf die Kritik anzusehen, die am Sparpaket der Regierung geäußert wurde, das für Hartz-IV-Empfänger kein Elterngeld vorsieht, für Eheleute, die nicht berufstätig sind, jedoch einen Sockelbetrag von 300 € beinhaltet.