Wenn das von Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) entwickelte Pharmasparpaket beim Bundestag auf Zuspruch stößt, sollen im nächsten Jahr circa 1,7 Milliarden Euro weniger für Arzneimittel ausgegeben werden. Erreicht werden soll dieses Ziel dadurch, dass die Großhandelsspannen drastisch reduziert werden.
Pharmakonzerne werden, sollte das Pharmasparpaket kommen, demnächst den Kosten-Nutzen-Faktor eines neuen Medikaments genau darlegen müssen. Der Preis eines Medikaments muss gemeinsam mit den Krankenkassen vertraglich festgelegt werden. Damit wird den Konzernen ein Riegel vorgeschoben, die bislang frei über die Höhe der Medikamentenpreise entscheiden konnten.
Das Kabinett verhandelt derzeit über das neue Gesetz, danach steht noch die Zustimmung des Bundestags aus. Das Pharmasparpaket sieht weiterhin vor, dass eine radikale Reduzierung der Großhandelsspannen stattfindet. Umgesetzt werden soll dies dadurch, dass Händler geringere Fixzuschläge auf Medikamentenpackungen vornehmen können. Wird das Gesetz bewilligt, wird es zum 01. Januar 2011 rechtskräftig.