GKV: DAK und BKK Gesundheit planen Fusion

  1. 05.07.2010 09:19
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Aufgrund des kontinuierlich wachsenden finanziellen Drucks versuchen immer mehr Krankenkassen, durch Fusionen einen Ausweg aus der schlechten Finanzsituation zu finden. Ein Zusammenschluss bedeutet in der Tat bessere finanzielle Voraussetzungen für die Krankenkassen, da ein besserer Finanzausgleich möglich ist. Mit der nun geplanten Fusion der BKK Gesundheit und der DAK könnte die zweitgrößte deutsche Krankenkasse entstehen, die dann unter der Bezeichnung DAK Gesundheit geführt werden soll.

Nach Angaben von Herbert Rebscher, dem DAK Vorsitzenden, laufen die Verhandlungen bereits seit über einem Jahr, ein fester Zeitpunkt für die Fusion steht noch nicht fest. Geplant ist, dass beide Kassen nach der Fusion die Leitung zu gleichen Teilen übernehmen sollen. Ein eventueller Personalabbau ist dabei nicht auszuschließen.

Detaillierte Pläne sollen erst nach Abschluss der Verhandlungen bekannt gegeben werden. Bei beiden Kassen müssen die Versicherten seit Jahresbeginn Zusatzbeiträge entrichten, es ist damit von einer soliden Finanzsituation bei beiden Fusionspartnern auszugehen. Für die Versicherten der DAK und der BKK Gesundheit ist die Fusion mit keinen Veränderungen in den Leistungen verbunden.

Wie Herbert Rebscher erläuterte, ist eine große Krankenkasse unter anderem besser positioniert, wenn es um Verhandlungen mit den Pharmaunternehmen geht. Dies wäre unter dem Aspekt des neuen Gesetzentwurfs der Bundesregierung von Vorteil, da dieser besagt, dass künftig die Arzneimittelpreise zwischen den Arzneimittelherstellern und den Krankenkassen verhandelt werden sollen. Ist keine Einigung zu erzielen, wird die Entscheidung von einer staatlichen Schiedsstelle getroffen.

Ein weiterer Vorteil der großen Krankenkassen ist die verbesserte Flexibilität in der Reaktion auf die zunehmenden Aufgaben im wirtschaftlichen Bereich. Zudem ist die Versichertenstruktur bei großen Kassen ausgeglichener. Bei kleinen Krankenkassen dagegen kann es schnell zu Problemsituationen kommen, selbst wenn sich unter den Mitgliedern nur wenige Risiko-Patienten befinden.




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