Die Regierung scheint sich einig zu sein, wie das erwartete Milliardenloch in Höhe von 11 Milliarden Euro im Jahre 2011 bei den Krankenkassen gestopft werden soll. Eine Kopfpauschale, die lange im Gespräch war, wurde abgewendet, dafür sollen die Krankenkassenbeiträge ab dem 01. Januar 2011 15,5 Prozent betragen. Dazu soll noch eine drastische Erhöhung der Höchstgrenzen für Zusatzbeiträge kommen. Diese wurde zwar aus Regierungskreisen noch nicht bestätigt, wird aber aller Voraussicht nach so kommen. Die derzeitige Höchstgrenze von einem Prozent oder 37,50 Euro monatlich wird auf zwei Prozent oder 75 Euro monatlich angehoben. Aufs Jahr gerechnet bedeutet das für die Versicherten ein Plus an Beiträgen von maximal 900 Euro. Für Mitversicherte müssen keine Zusatzbeiträge entrichtet werden.
Bislang verlangen einige Krankenkassen von rund 8 Millionen Mitgliedern Zusatzbeiträge in unterschiedlicher Höhe. Die Erhebung der Zusatzbeiträge veranlasste 400.000 Mitglieder von Krankenkassen, die Kasse zu wechseln. Dennoch können diese Versicherten jederzeit damit rechnen, dennoch Zusatzbeiträge entrichten zu müssen, denn Experten rechnen damit, dass zukünftig noch mehr Krankenkassen aufgrund der finanziellen Lage dazu übergehen werden, Zusatzbeiträge von Ihren Mitgliedern zu verlangen.
Die Spitzen der Koalition sind sich nicht nur im Bezug auf die Anhebung der Krankenkassenbeiträge einig, sondern auch, was die Verdoppelung der Höchstgrenzen für Zusatzbeiträge angeht. Heute werden sowohl die Beitragsanhebungen als auch die neuen Zusatzbeiträge von den Krankenkassen offiziell bekannt gegeben.