Künftig soll für schnelleres Internet eine Preisstaffelung der Mobilfunkanbieter ähnlich der Preisgestaltung der Flatrate-Anbieter gelten. Gegenüber dem Nachrichtenmagazin Focus bestätigten die Deutsche Telekom und Vodafone Pläne, die in diese Richtung tendieren. Wer mit voller Geschwindigkeit mobil surfen möchte, muss in Zukunft auch in Kauf nehmen, bis zu 50 Prozent Mehrkosten zu tragen.
Die Möglichkeit für schnelleres Surfen gegen einen Aufpreis wird nach Bericht des Focus bereits von der Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom in den Niederlanden angeboten. Deren Kunden müssen einen Aufpreis von 50 Prozent pro Monat bezahlten, um über schnelleres, mobiles Internet zu verfügen. Diese Art der Preisstaffelung hält auch die Deutsche Telekom in Bonn für durchführbar. Nach Angaben eines Telekomsprechers ist diese Preisstaffelung keine Neuheit, sondern findet im Festnetz bereits seit langem Anwendung.
Für Geschäftskunden sind in bestimmten Gebieten bereits heute schnellere Internetzugänge bei Vodafone gegen Aufpreis verfügbar. Für die Geschäftskunden fallen dabei anstelle der regulären 35 € monatlich 50 € pro Monat an. Eine Ausweitung dieses Konzepts ist auch für den Privatkundenbereich geplant. Die Kunden sollen nach Angaben des Privatkundenchefs von Vodafone, Frank Rosenberger, einen besseren und staufreien Service nutzen können.
Vodafone bietet aktuell HSPA mit einer Datenübertragungsgeschwindigkeit an, die bis zu 14,4 MB pro Sekunde erreichen kann. Übertragungsraten von bis zu 28,8 MB pro Sekunde sollen künftig über den Datenbeschleuniger HSPA+ ermöglicht werden.