Mieterbund lehnt 40-prozentige Wohngeldkürzungen ab

  1. 08.07.2010 11:45
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Bundesbauminister Peter Ramsauer plant, das Wohngeld um 40 Prozent zu kürzen. In der Beratung des Bundeskabinetts zum Haushaltsgesetz 2011 erwartet der Mieterbund, dass diesem Vorhaben eine klare Absage erteilt wird. Dr. Franz-Georg Rips, der Präsident des Deutschen Mieterbundes DMB bezeichnet die Pläne des Bundesbauministers bereits 2 Tage vor der Anhörung der Verbände zu einer Änderung im Wohngeldgesetz als Kahlschlag in sozialpolitischer Sicht und als nicht akzeptabel.

Nach Ansicht Rips kann eine solche Kürzung, die durch Einsparungen von Millionenbeträgen auf dem Rücken der sozial schwachen Bevölkerung ausgetragen werden sollen, weder im Kabinett, noch im Bundestag und zuletzt im Bundesrat Zustimmung finden.

In Deutschland sind nach Angaben des Präsidenten des DMB zwischen 800.000 und 900.000 Haushalte auf Wohngeld angewiesen. Das Durchschnittseinkommen der Wohngeldbezieher liegt bei 583 € monatlich bei Haushalten mit einer Person, in Haushalten mit 2 Personen bei 765 € pro Monat. Den Hauptanteil der Wohngeldempfänger bilden die Rentner mit knapp 50 %, rund 40 % sind Berufstätige.




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