Photovoltaikanlagen bleiben trotz Fördergeldkürzung attraktiv

  1. 13.07.2010 08:23
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Eine teilweise Unabhängigkeit von den öffentlichen Energieversorgern wünschen sich immer mehr Hausbesitzer und installieren auf ihrem Dach eine Solaranlage. Nach einem Beschluss des Bundestags und Bundesrats wird die Förderung solcher Anlagen, wie wir bereits berichtet haben, rückwirkend zum 1.7.2010 jedoch um 13 Prozent gekürzt. Eine weitere Kürzung um 3 Prozent soll es ab dem 1.10.2010 geben.

Wegen der erwarteten Kürzungen hatte es im ersten Halbjahr bereits einen Ansturm auf Solaranlagen gegeben. Nils Boenigk von der Agentur für Erneuerbare Energien rechnet damit, dass dieser Ansturm bis zum Oktober anhält. Er rät jedem Hausbesitzer, der die Anschaffung einer Solaranlage plant, es jetzt zu tun.

Allerdings rechnen Experten aufgrund der bisherigen Preisentwicklung von Solarmodulen mit einem weiteren Preisrückgang bei der Anschaffung der Anlagen, was die Kürzungen bei der staatlichen Förderung ausgleichen könnte. Bisher konnten Hausbesitzer doppelt profitieren: Die Preise für Solarmodule waren um 30 Prozent gefallen und die staatliche Förderung vergleichsweise hoch. Auch aus diesem Grund beschloss die Bundesregierung die Kürzung der Förderung, um die Kosten für Stromkunden zu senken, die durch eine Umlage diese Förderung mittragen.

Boenigk empfiehlt Hausbesitzern, vor der Anschaffung einer Solaranlage jedoch genau zu prüfen, ob es sich für sie lohnt. Ausschlaggebend ist hier die Beschaffenheit des Daches, Zahl und Ausrichtung der Module. Durch die Kalkulation der täglichen Sonneneinstrahlung kann dann berechnet werden, ob sich die Anlage auf Dauer bezahlt macht.




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