Gesundheitsreform: Krankenkassen hatten von schwarz-gelber Koalition mehr erwartet

  1. 09.07.2010 12:44
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Die gesetzlichen Krankenkassen hatten mehr von der Gesundheitsreform erwartet, die von der Koalition ausgearbeitet wurde. Wie der GKV-Spitzenverband mitteilte, waren die Möglichkeiten der Einsparpläne bei weitem nicht ausgeschöpft worden. Professor Dr. Doris Pfeiffer, die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands teilte mit, dass die Zusatzbelastungen für die Versicherten weitaus geringer ausfallen könnten und insgesamt mehr hätte erreicht werden können.

Nach Ansicht von Frau Pfeiffer ist es nicht nachvollziehbar, dass trotz finanziell schwieriger Zeiten noch immer das kontinuierlich steigende Ärztehonorar eine hohe Priorität einnimmt. Des Weiteren kritisierte die Vorstandsvorsitzende, dass nicht nur Ärzte, sondern auch Krankenhäuser zu stark geschont wurden. Deren Einnahmen erreichten eine Höhe, wie nie zuvor, daher hätte hier mit einer Nullrunde eine angemessene Lösung gefunden werden können. Bei Ärzten und Krankenhäusern wären im nächsten Jahr jeweils 2 Milliarden Euro an Einsparungen möglich gewesen.

Die Sparpläne der Bundesregierung mittels der Umstellung der Großhandelsvergütung bei Apotheken sind wohl ebenfalls nicht im Sinne des GKV-Spitzenverbands, von dessen Seite diesbezüglich jedoch kein Kommentar gegeben wurde. Allerdings wurde seitens des GKV-Spitzenverbands bereits im Vorfeld die Forderung nach einer Anhebung des Kassenabschlags für Apotheken auf den alten Satz von 2,30 € gestellt.




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